DEUTSCH


 

ICH VERSPRECHE NIE EIN PROBLEM ZU LÖSEN!

Dazu gehören alle Beteiligten! Eine Beratung ist vordergründig der Wunsch nach einem Schritt in die richtige Richtung zu einer verständnisvollen, harmonischen Partnerschaft. 

Und doch oder gerade deswegen ist der Weg zu Aussergewöhnlichem offen!

Manchmal sind die Lösungen sehr nahe:

Beispiel eines häufigen Anliegens : Thema Unsauberkeit bei Katzen

Kater Murphy:

verunreinigt die ganze Wohnung, nachdem sich einiges im Menschenleben geändert hat wie Wohnungsrenovierung, neue Arbeitsstelle, etc.

Daß er mehr Aufmerksamkeit wollte war als eine Möglichkeit von seinen Menschen schon wahrgenommen worden, was sich auch bestätigte, nur wie machen wenn nicht mehr Zeit da ist?

Es ging nicht um "mehr" Zeit, sondern um  Einsehbarkeit für das Tier und sich nicht "nebenbei" mit dem Schatz beschäftigen, sondern ihm in dieser Zeit dann auch die volle Aufmerksamkeit zu geben. Das Tierchen fühlte sich wie der ewig Wartende, daß mal ein paar Minuten für ihn abfallen und hatte herausgefunden, daß er übers pinkeln eben selbst steuern kann, wann es um ihn geht. Außerdem gab ich noch ein paar Tipps zur Beschäftigung wenn keiner Zeit für das Katerchen hatte.

die neue Lieblingsbeschäftigung!

Das Feedback erhielt ich von der Kundin:

Hallo Frau Jäger,

ich wollte Ihnen nun einen Zwischenstand von allen Veränderungen geben, die sich seit unserem Telefonat am 5.8. ergeben haben.
Zuerst muss ich Ihnen sagen, dass Murphy während des Telefonates ganz ruhig neben mir lag und sich scheinbar sehr konzentriert hat und es genossen hat, dass er sich mal auf anderem Wege mitteilen konnte. Als wir aufgelegt hatten, leckte er meine Hand und sah mich an, als wollte er sagen: "Danke, dass du mir endlich zugehört hast. "

Ich habe nun meinen/unseren Tag besser strukturiert, die Katzen bekommen Arbeit, während ich auf der Arbeit bin (im Anhang mal der Murphy bei seiner neuen Lieblingsbeschäftigung).
Auch nach der Arbeit gibt es nun sozusagen Rituale,  damit die beiden genau wissen, wann sie dran sind und sich nicht benachteiligt fühlen.
Mit meinem Freund habe ich auch ein ernstes Gespräch geführt und er gibt sich äußerst viel Mühe mit allem und zieht mit.
Und was soll ich sagen: Murphy hat bisher kein Mal mehr in die Wohnung gemacht. Ich bin so glücklich. Er hat uns die Augen geöffnet, dass alles irgendwie nicht so gelaufen ist, wie es sollte und dafür bin ich ihm dankbar.
Er zeigt mir nun auf sehr lustige Weise, wenn er wach wird und doch bitte Aufmerksamkeit möchte. Er springt entweder von der Kommode auf mich und schnurrt dann wie ein Wilder oder vom Kleiderschrank. Man erschreckt sich zwar erstmal sehr, aber ich finde das wirklich lustig, dass er sich nun so was einfallen lässt.

Ich möchte mich bei Ihnen noch einmal ganz herzlich bedanken, dass Sie uns bei unserem Kommunikationsproblem geholfen haben.

Pferdeschutzhof Cobbel:

Einer meiner liebgewordenen Stammkunden, ich freue mich jedesmal helfen zu dürfen. Diesmal ging es vorwiegend um die drei "Babies", ungestüme liebevoll aufdringliche Freiberger Fohlen/Heranwachsende, die vom Schlachter weggekauft wurden. Sie machen es schwer ihren Stall zu säubern, weil sie alles in Beschlag nehmen und in ihrer übergroßen Neugierde und Zuneigung dem Menschen leicht beschädigend zu nahe treten. In Ruhe habe ich alles erklärt und das kam dabei raus:

Danke noch mal für die "Telefonkonferenz" mit meinen Süßen.

Es ist erstaunlich, was so ein Gespräch ausmacht. 

Meine "Babys" benehmen sich vorbildlich. Michel bringt mir jetzt ganz andere Gefühle entgegen, als vor dem Gespräch. Er scheint wirklich begriffen zu haben, daß er nicht das Sagen hat. Er ist mir gegenüber viel vorsichtiger und nicht mehr so dickköpfig. Merlin wartet ganz lieb, bis ich mit der Arbeit fertig bin und kommt dann erst zum Schmusen. Er ist der, welcher unbedingt schon Reitpferd werden wollte. Neulich bin ich mit einem anderen Pferd und seinem Reitmädchen in die Halle gegangen und Merlin wollte unbedingt mit. Eigentlich sollte er nicht aber ich laß mich ja doch immer wieder von den Mäusen einwickeln. Also habe ich ihn mitgenommen. Ohne Halfter, einfach so. Er folgt mir ja wie ein Hund. In der Halle hat er sich dann zu den Sätteln gestellt und gewartet. Er wollte auch einen Sattel. Naja, jedenfalls habe ich dann gedacht, versuchst es mal. Er stand nicht angebunden und hat sich Satteln lassen wie ein altes Kavalleriepferd. Ohne Zucken und Murren. Dann habe ich ihn mit Sattel nur mit Stimme und Handzeichen über die Wippe, auf die Podeste und durch die ganze Halle geführt. Er hat auch sein Kompliment gemacht, als wäre der Sattel gar nicht da.. Mann war ich stolz auf den Kerl. Dann wollte ich es genau wissen und wollte aufsteigen, aber mein Bein ging wieder nicht. Da meinte Julia, ob sie sich rauf setzen soll. Ich habe Merlin neben eine Tonne gestellt und Julchen ist mit ihren knapp 40 kg von der Tonne auf seinen Rücken gestiegen. Er stand wie ne eins und war total entspannt. Ich habe ihn dann 4-5 Schritte auf Handzeichen vortreten lassen. Er ging als wäre das die normalste Sache der Welt. Er hat dann von Julia, von Oben noch ein Leckerli bekommen und Julia ist dann wieder abgestiegen. Merlin meinte dann nur, ob er jetzt ein Reitpferd sei.  Was macht man nur mit so einem Schatz. Er soll doch unbedingt noch Kind sein. Ich muß mir da ganz schön was einfallen lassen, damit er bei Laune gehalten wird und nicht schon zu früh gefordert wird.

Doby ist auch ganz artig und man merkt, wie er sich mühsam das kneifen und knabbern verkreift. Er ist so ein echter kleiner, frecher Trottel, aber total liebenswert. Wenn der einen anschaut, bist Du hin und weg.

Tosca, die Reitponyschimmelmaus, die so sehr ängstlich war hat sich auf den Schlag geändert. Sie kommt jetzt von ganz allein kuscheln. Sie war letztens sogar mit in der Halle als die kleinen Kinder mit drin waren. Es war so allerliebst, wie sie mit den 5jährigen Mädchen geschmust hat. Ganz vorsichtig und liebevoll. Das hätte sie vor dem Gespräch nie gemacht.

Und Pony King darf jetzt überall hin wo er will. Er kann sich aussuchen, ob er in der großen oder kleinen Herde ist. Ich habe die Tür so gemacht, daß der Zwerg durch kann, aber die Großen nicht.

Alle anderen sind auch zufrieden, nach dem Gespräch. Nur wieder die nicht, mit denen wir nicht gesprochen haben, aber irgendwann kommen die dann auch noch drann, damit alles wieder gerecht ist.

Ist das nicht alles toll.

Ja, das finde ich auch und habe mich sehr über dieses Grußbild zu Weihnachten gefreut. Für Schabernack sind sie eben immer zu haben.


Das Katzen-Dreigestirn Eddy, Balou und Lemmy:

Eddy, der Superaufpasser!

Das schrieb mir meine Kundin:

Am 29.02.12 hatte ich mit Dir einen Gesprächstermin vereinbart da ich nicht mehr wußte was ich tun soll.  Meine drei Kater kamen miteinander einfach nicht klar. Ich dachte immer sie können eben nicht miteinander. Besonders der jüngste Kater (Eddy)  benahm sich gegenüber den anderen Katzen (Balou und Lemmy)  immer wie ein Wilder.  Nachdem Du mit Eddy Kontakt aufgenommen hattest stellte sich sehr schnell heraus das er meinte seine Aufgabe sei es für Ordnung zu sorgen. "Sein Herrchen schaffe dies schließlich nicht". Das gab mir natürlich ganz schön zu denken.  Als mein Mann abends nach Hause kam besprach ich diese Aussagen mit ihm. Er nahm dies alles auch sehr ernst. Jetzt beschäftigt er sich auch mit den Katzen intensiv. Seitdem ist bei uns zuhause wieder Ordnung und Ruhe eingekehrt. Wenn Eddy wieder mal in sein altes Verhaltensmuster fällt fassen wir uns sofort an die Nase und ändern unser Verhalten den Katzen gegenüber.  Schon klappt´s wieder. Ich hätte nie gedacht das uns eine Katze erziehen kann. Ich wurde eines besseren belehrt. Das ist auch gut so. So wird uns durch die Katzen immer ein Spiegel vorgehalten.  Ich möchte mich hiermit nochmals ganz herzlich bei Monika bedanken. 

Jossa,

Ihr Mensch rief mich richtig verzweifelt an. Jossa ist wenig älter als 1 Jahr und knurrt aus völlig unverständlichen Gründen, gegen Hunde, auch diejenigen mit denen sie schon gespielt hat und sich eigentlich gut versteht, gegen Menschen, im Haus und auch unterwegs. Ein ständiges vor sich hinknurren. Die Dame sagte mir, daß sie - bei sehr viel Erfahrung mit Hunden - noch nie ein Tier hatte, daß so ständig dauergeknurrt hat und sie keine Lösung findet.

Ich gab wie immer mein Bestes dieses Tier zu verstehen und folgendes Happy End wurde mir mitgeteilt:

Hallo Fr Jäger

...wir hatte vor ein paar Wochen miteinander telefoniert. Der junge Deutsch Langhaar Jossa. Sie knurrte ja sooooo viel. Sie sagten, es ist etwas mit dem Rücken nicht ok und ich sollte vielleicht Kontakt mit einer Osteophatin aufnehmen... Eine Woche  später hatte ich einen Termin. Es war ein Volltreffer, sie bestätigte es. Die Muskeln ab der Lendenwirbelsäule waren extrem verhärtet.... Dann habe ich sie Röntgen lassen. Dabei kamm dann heraus, das sie Spondilose hat. An zwei Stellen sind die  Wirbel schon fast zusammengewachsen. Erst hatte sie den Calciummangel und nun dieses. Ihre Geschwister sind aber wohl alle ok. Wir geben ihr nun Silicea LM6, homöopatisch. Es wirkt. Und wir haben uns natürlich drauf eingestellt. Gehen mit ihr anders um und massieren und stabilisieren unseren Hund. Sie ist wie ausgewechselt, was dieses betrifft. Echt toll. Es ist so schön, sie so erleben zu können. Es scheint ihr wieder richtig gut zu gehen. Traumhaft!


Ich bedanke mich riesig für ihre Hilfe. Dankeschön!
In dem Sinne, hoffe ich ihre Hilfe nicht mehr zu benötigen, aber wenn, zöger ich keine Sekunde.

Wünsche Ihnen alles Gute!

Liebe Grüße W. und natürlich Jossa  



Die Geschichte von zwei äußerst liebenswerten Sporthunden:

BENTJE und BRISCA


 

Diese zwei Schäferhundschönheiten werden in verschiedenen Prüfungen vorgestellt, während die ältere Brisca ihre Aufgaben immer so gut wie möglich absolvierte und einen guten Platz belegte, machte die junge Hündin Bentje immer dann, wenn es darauf ankam nicht mit, obwohl sie alle verlangten Übungen konnte.

Bei ihr fühlte ich sofort "den Schalk im Nacken". Als sehr intelligenter und aufmerksamer Hund machten Ihr die Aufgaben und das Training großen Spaß. Üben,  verstehen, loben, Leckerlis sind das Größte für Sie. In der Prüfungssituation wurde sie jedoch von ihrem Menschen -ihrer Meinung nach - nicht ausreichend beachtet und nicht wie gewohnt nach jeder guten Übung belohnt. Alles ist so aufregend und sie bekommt mehr Beachtung wenn sie den "Clown" spielt! Ihre Gedanken "flogen" und waren überall, nur nicht bei der Aufgabe.

Ich erklärte ihr wie wichtig dies für ihren Menschen ist, welcher Stolz und Liebe füreinander da sein kann, als Partner eine Vorführung gut zu zeigen. Außerdem erklärte ich ihrem Menschen noch ein paar Körperarbeits-Übungen aus der TTEAM-Arbeit nach Linda Tellington-Jones, um die Konzentration und die "Bodenhaftung" zu unterstützen.

Und dieses Feedback kam nach dem großen Auftritt:

Hallo Frau Jäger,

auf diesem Weg möchte ich mich noch einmal bei Ihnen bedanken. Bentje hat diesmal eine sehr gute Prüfung  gemacht. Das "Vorzüglich" haben wir diesmal zwar auch noch nicht erreicht, aber diesmal hatte ich nicht den Eindruck, dass sie mich "vera...".                    Dafür hat meine "Seniorin" Brisca eine super Prüfung abgelegt, mit ihr hab ich den ersten Platz belegt. Ich glaube bei Ihr hat die Massage noch mehr gebracht, als bei Bentje.


 

Und noch ein Hoffnungsschimmer für die ganz großen Probleme:

Smilla


 

ist eine junge ca 2 jährige Hündin aus dem Tierschutz und fast taub, die obwohl in hundeerfahrenen Händen, nicht zu bändigen ist. An der Leine "so aus dem Häuschen", daß ihrem Menschen immer die Arme schmerzen, ohne Leine keine Möglichkeit ohne Gefährdung anderer. Jeder Jogger, Fahrradfahrer, Hund, Pferd, Auto- alles wird verbellt - von zurückkommen wollen wir erstmal gar nicht reden.

Ärger ist an der Tagesordnung und ihr Mensch muß sich eingestehen, daß Streß und Frust überwiegt, die eigene Lebensqualität leidet, das Tier an der Leine natürlich ungerecht behandelt wird und so auch nicht zu dem dringend eingeforderten Freilauf kommt. Ein Einfügen in unsere Menschenwelt scheint nicht möglich zu sein und eine besuchte Hundeschule konnte auch nicht wirklich unterstützen. Obwohl Smilla im Haus sehr nett ist, wird allen Ernstes eine Abgabe in Erwägung gezogen.

Auf dieser Grundlage konnte ich Smilla lediglich die Toleranzgrenzen ihres Menschen erklären. Versuchte die Erfordernisse im Zusammenleben mit anderen Menschen und Tieren zu begründen, ihre Aufgaben als Haustier aufzuzeigen. Und auch die Konsequenzen mit einer unbekannten Zukunft sehr klar darzustellen, da sie in den Tierschutz zurückgehen müßte. Natürlich auch ihrem Menschen die Bedürfnisse und körperlichen Möglichkeiten von Smilla mitzuteilen. Nachdem die körperliche Auslastung nur bedingt zu erreichen war, fehlte vor allem eine geistige Beanspruchung von Smilla und ich gab einiges an Anregungen mit.

Das Gefühl wirklich helfen zu können, muß ich jedoch gestehen, fehlte mir ein wenig. Wenn die persönlichen Bedürfnisse so weit auseinandergehen,  ist ein harmonisches Zusammenleben doch sehr schwierig.

Und diese Reaktion kam nach wenigen Tagen:

das aller aller schönste ist passiert. seit unserem gespräch kann ich endlich wieder liebe und mitgefühl für den weissen wirbelwind empfinden.. das ist so schöööön. all diese schönen gefühle waren mir echt durch die angst,den nerv und frust abhanden gekommen... danke... blicke schon viel gelassener in die welt... smilla glaub ich auch. schön das es euch gibt.... freuden grüsse

smilla war die letzten beiden tage zuckersuess... sie hat bestimmt deine worte ernst genommen. hoffen wir nun noch auf weitere bessere tage,,, waere so schoen fuer uns alle. dir einen wunderschoenen abend.

----  auch heute noch gibt es sehr gute und sehr schlechte Tage, Smilla darf jedoch bleiben und ihre Menschenfreundin kann wieder viel lockerer mit ihr umgehen!



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